Gerten

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Einführung in die Welt der Gerten

In der Reitsportwelt spielen Gerten eine große Rolle. Sie dienen als Hilfsmittel zur Kommunikation zwischen Reiter und Pferd und helfen dabei, die Pferde zu motivieren und kontrollieren. In diesem ausführlichen Text werden Sie alles über dieses wichtige Reitzubehör erfahren: von der Geschichte und den unterschiedlichen Typen bis hin zur richtigen Anwendung und Auswahl der passenden Gerte für jeden Reiter und Pferd.

Geschichte der Gerten

Die Verwendung von Gerten als Hilfsmittel zur Pferdekontrolle und -führung geht weit zurück in die Geschichte der Menschheit. Bereits in der Antike wurde dieses Werkzeug von Kavallerie-Einheiten und Kutschenfahrern eingesetzt. Es gibt Darstellungen und Funde von Gerten aus der Römerzeit. Im Mittelalter wurde die Gerte ebenfalls als Hilfsmittel bei der Pferdeausbildung eingesetzt, wie Artefakte aus dieser Zeit belegen. In der Barockzeit gewannen dann insbesondere Dressurgerten an Bedeutung, um feinere Hilfen geben zu können. Heute ist die Gerte ein fester Bestandteil in der Ausbildung von Pferden und Reitern und wird in verschiedenen Disziplinen wie Springreiten, Dressur und Vielseitigkeit eingesetzt sowie als Hilfsmittel beim Longieren und Fahren von Pferden.

Arten von Gerten

Es gibt verschiedene Arten von Gerten, die sich in ihrem Aufbau, ihrer Länge und ihrem Verwendungszweck unterscheiden. Im Folgenden werden die wichtigsten Typen genauer vorgestellt.

Springgerten

Springgerten sind normalerweise zwischen 60 und 75 cm lang und haben eine schmale Form. Die Länge der Gerte wird so gewählt, dass sie den Reiter when Springen nicht stört. Damit ist es ihnen möglich, auch bei der Bewegung über springende Hindernisse noch präzise Hilfen zu geben. Am Ende der Springgerte befindet sich oft eine kleine Lederschlaufe oder ein Fähnchen. Der Griff der Gerte ist meist aus Textilien oder Kunststoff und kann unterschiedlich gestaltet sein, um rutschfest und angenehm in der Hand zu liegen.

Dressurgerten

Dressurgerten sind in der Regel länger als Springgerten, etwa 100 bis 120 cm, und ebenfalls schmal gehalten. Sie sind oftmals biegsam und am oberen Ende mit einer Leder- oder Nylonspitze versehen. Der Schwerpunkt von Dressurreitern liegt in der Harmonie von Reiter und Pferd, weshalb die Gerte hier eher ein feines Kommunikationsmittel ist und weniger als „Antrieb“ verwendet wird. Dressurgerten ermöglichen dem Reiter, auch bei anspruchsvollen Lektionen noch feine Hilfen zu geben.

Vielseitigkeitsgerten

Wie der Name schon sagt, sind Vielseitigkeitsgerten für den Einsatz in der Vielseitigkeit konzipiert, also einer Disziplin, die Elemente aus der Dressur, dem Springen und dem Geländereiten vereint. Die Länge dieser Gerte liegt zwischen der von Dressur- und Springgerten, also etwa 75 bis 100 cm. Je nach Vorlieben des Reiters und der Anforderungen des Pferdes kann der Fokus bei Vielseitigkeitsgerten mehr auf der Dressur oder dem Springen liegen.

Longiergerten und Fahrpeitschen

Longiergerten sind für das Longieren von Pferden vorgesehen und daher deutlich länger als andere Gertenarten, etwa 180 bis 200 cm. Der lange Stab ermöglicht es dem Longenführer, auch aus größerer Entfernung Kontakt zum Pferd herzustellen und Impulse zu setzen. Fahrpeitschen sind noch länger, da sie beim Fahren von Kutschen vom Kutschbock aus genutzt werden. Sie können bis zu fünf Meter lang sein, um die Pferde vor der Kutsche erreichen zu können.

Anwendung und Auswahl

Die Gerte sollte stets als feines Kommunikationsmittel zwischen Reiter und Pferd verstanden werden. Sie dient dazu, die Schenkel- und Sitzhilfen des Reiters zu unterstützen oder zu präzisieren. Damit sollte der Gebrauch der Gerte stets maßvoll und auf das jeweilige Pferd abgestimmt erfolgen, um das Tier nicht zu überfordern oder zu verunsichern.

Reiter sollten sich gut überlegen, welche Gertenart für ihre Bedürfnisse und Anforderungen am besten geeignet ist. Dabei ist es sinnvoll, verschiedene Gerten in der Praxis auszuprobieren und sich mit ihrer Handhabung vertraut zu machen. Faktoren wie Gewicht, Griff- und Stabmaterial, Biegsamkeit und Länge spielen bei der Auswahl der passenden Gerte eine Rolle.

Für Reitanfänger empfiehlt es sich, erst einmal auf die Gerte zu verzichten, bis die Grundlagen wie Sitz, Gleichgewicht und Schenkelhilfen verinnerlicht worden sind. In dieser Phase sollte das Hauptaugenmerk auf der Balance und Verständigung mit dem Pferd ohne zusätzliche Hilfsmittel liegen.

Zusammenfassende Stichpunkte

– Gerten dienen als Hilfsmittel zur Kommunikation zwischen Reiter und Pferd und unterstützen Schenkel- und Sitzhilfen.
– Die Verwendung von Gerten reicht weit in die Geschichte zurück und hat ihre Wurzeln in der Antike.
– Unterschiedliche Gertenarten sind für verschiedene Disziplinen geeignet, wie Springgerten, Dressurgerten, Vielseitigkeitsgerten, Longiergerten und Fahrpeitschen.
– Bei der Auswahl der passenden Gerte sollte auf Aspekte wie Länge, Gewicht, Material und Biegsamkeit geachtet werden.
– Die Gerte sollte stets maßvoll und pferdegerecht eingesetzt werden, um das Tier nicht zu überfordern oder zu verunsichern.